Die Kanarische Banane

Die Kanarische Banane (Musa Paradisiaca) wird auf den Kanaren seit dem 15. Jahrhundert kultiviert. Portugiesische Seefahrer und Händler brachten die Bananen auf die Kanarischen Inseln. Von hier aus eroberte die Banane Amerika.

Die Kanarische Banane erreicht eine Höhe zwischen 3 und 6 Metern. An jeder Bananenpflanze wächst eine Fruchtrispe mit einer blauvioletten Blüte. In der Bananenblüte bilden sich zwei Reihen Blüten. In der oberen Reihe entstehen männliche Blüten, die die untere Reihe von weiblichen Blüten bestäuben. Aus den unteren weiblichen Blüten entwickeln sich kleine grüne Stifte, die späteren Bananen. Nach etwa 16 Monaten erreicht die Bananenblüte ein Gewicht von etwa 50 Kilogramm.
Eine Bananenstaude erbringt 150 bis 300 Bananen.

Die Kanarische Banane ist wesentlich kleiner als ihre südamerikanische Konkurrenz, aber süßer und geschmackvoller. Sie besitzt eine dünne Schale, die anfällig für Druckstellen ist. Die EG Verordnung 2257/94 vom 01.01.1995 gibt für eine Banane der Klasse I eine Mindestlänge (über die Außenwölbung von Stielansatz bis Blütenende) von 14cm und eine Dicke von 2,7cm vor. Bananen die diese Maße oder weitere Kriterien nicht erreichen werden der Handelklasse II zugerechnet und erzielen geringe Preise. Die Kanarische Banane wird auf Grund der Bananenmarkt Ordnung (EG 404/93 und 1442/93) als Gemeinschaftsbanane (aus der Europäischen Gemeinschaft stammend) durch Beihilfen zur Produktion und Zölle auf Konkurenzbananen aus Afrika, Südamerika und der Karibik gefördert. Die Krümmung der Bananen ist in der Verordnung nicht erfasst.

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