Buddhismus in Thailand

Buddhismus in Thailand

Der Theravada Buddhismus ist in Thailand Staatsreligion. Über 90% der thailändischen Bevölkerung sind Anhänger dieser Richtung und verehren Buddha. Im Theravada Buddhismus sind auch Elemente der alten Ahnenverehrung und der chinesischen Religion enthalten. Ein architektonisches Merkmal der thailändischen Tempel (Wat) sind die Chedis (oft goldene Türme). Die Architektur ähnelt den Tempeln aus Laos und Kambodscha, da sie über ein gemeinsames kulturelles Erbe verfügen. Die traditionelle Sakralsprache ist Pali. Alle wichtigen Schriften sind in Pali verfasst und die Gebete und Ritualformeln werden in Pali rezitiert.

Die Ausbildung zum Mönch beginnt als Dek Wat (Tempelkind) mit 8 Jahren. Der Dek Wat hat allgemeine Arbeiten zu verrichten und erhält eine Ausbildung im Lesen, Schreiben und wird an die heiligen Texte herangeführt. In ländlichen Regionen war dies, vor Einführung des Schulsystems, die einzige Möglichkeit Bildung zu erhalten. Nach 4 Jahren besteht die Möglichkeit zum Novizen zu ordinieren. Novizen leben, wie die Mönche, nach den Regeln des Patimokkha (Ordensregeln). Nach ein bis zwei Jahren als Novize bzw. mit erreichen des zwanzigsten Lebensjahres hat sich der Novize für die Weihe zum Mönch qualifiziert. Traditionell wird eines der männlichen Kinder einer Familie, zumindest für eine kurze Zeit, ins Kloster geschickt. Mönche spezialisieren sich entweder auf die Gelehrsamkeit und erlernen die Palischrift und Sprache, studieren die heiligen Schriften und schlagen damit eine Laufbahn in der geistigen Hierarchie ein. Eine weitere Möglichkeit ist es sich auf die Meditation zu spezialisieren und sich einen angesehenen Mönch der traditionellen Meditation anzuschließen. Einigen dieser Mönche werden auch magische Fähigkeiten zugesprochen und sie fertigen Amulette und Talismane.

Die Entstehung des Buddhismus in Thailand wird auf verschiedene Quellen zurückgeführt. Einen bedeutende Rolle wird dem altindischen Herrscher Ashoka (304 v.Chr. – 232 v.Chr.) zugeschrieben. Ashoka sandte buddhistische Mönche in umliegende Gebiete um die Bewohner zum Buddhismus zu bekehren.

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