Ethnoschmuck

Ethnoschmuck

Der Trend, Schmuck anderer Kulturen zu tragen, wurde von den Blumenkindern der 68er Generation eingeläutet, die ausgefallene Schmuckstücke aus Indien etc. mitbrachten. Der Schmuck mit seinen bedeutungsvollen Ornamenten wird im Ursprungsland häufig auch als Amulett, das vor Gefahren beschützt, verwendet. Ethnoschmuck hat es immer wieder auf die Laufstege der großen Modemetropolen geschafft. Viele Schmuckdesigner verwenden Elemente aus dem traditionellen Volks- und Stammesschmuck. Ethnoschmuck zeichnet sich durch kräftige Farben, aber auch durch Naturfarben aus. Bevorzugt werden die exotischen Vorgaben von asiatischen, afrikanischen und indischen Stämmen verwendet und die für europäische Bedürfnisse angepasst werden. Viele traditionelle Schmuckstücke, z.B. die Naturfarben, die von afrikanischen Stämmen genutzt werden, sind für Modeschmuck nicht zu gebrauchen, da sie abfärben oder nur begrenzt haltbar sind. Die Formen und Farbtöne werden gerne von Designern aufgenommen, die hieraus „tragbaren“ Schmuck fertigen. So ist auch der traditionelle Schmuck der Tibeter zu grob, um dem westlichen Geschmack nahe zu kommen. In Kombination mit modernen Fertigungsmöglichkeiten und der Verwendung der ursprünglichen Materialien wie Türkis, Lapislazuli, Malachit und Silber entsteht ein Schmuckstück, das dem westlichen Bedarf entspricht. Das traditionell genutzte Silber, mit einem geringen Silbergehalt, wurde gegen 925er Sterlingsilber ausgetauscht und die ungeschliffenen, für Beschädigungen anfällige Natursteine (z.B. Türkis) durch stabilisierte, geschliffene Halbedelsteine ersetzt. Als Material für Ethnoschmuck wird meist Silber in Verbindung mit Halbedelsteinen, Holz, Muscheln, Knochen, Kokosnussschalen, Bambus, Leder oder Samen verwendet. Die Kombination von Mustern und Material sind vielfältig, so das sich Ethnoschmuck immer neu erfinden kann und den Trends angepasst wird.

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