La Gomera – Nationalpark Garajonay

Der 1981 gegründete Nationalpark Garajonay liegt im Zentrum der Kanarischen Insel La Gomera. Der Naturpark bedeckt 10 % der Insel und ist seit 1986 als Weltkulturerbe der UNESCO anerkannt.

La Gomera besteht aus erkalteten Vulkanen. Durch Erosion wurden die äußeren weicheren Gesteinsschichten der Vulkane abgetragen. Dadurch erhielt La Gomera sein schroffes Aussehen mit tiefen Schluchten (Barrancos), die sich über die gesamte Insel ziehen.

Im Nationalpark Garajonay konnte sich über Millionen von Jahren ein einzigartiger Lorbeerwald erhalten. Da La Gomera und die Kanarischen Inseln von der Eiszeit verschont wurden, konnte sich der Lorbeerwald, der früher auch in Europa und im Mittelmeerraum anzutreffen war, erhalten. Der Nationalpark umfasst die zentrale Hochebene und die steilen Flanken im Norden der Insel. Die feuchten Passatwinde, die im Norden auf La Gomera treffen, kondensieren im Nebelwald.

Der Lorbeerwald ist der Hauptwasserversorger der Insel. Im Nationalpark besteht ein gemäßigtes Klima mit mittleren Temperaturen von 15 Grad. Mit ca. 6 Tagen pro Monat treten im Winter die meisten Niederschläge auf. 80 Prozent des Naturparks sind mit kanarischem Urwald, mit Moos und Flechten bewachsenen Lorbeerbäumen, und hohen Farnen bedeckt. Der Nationalpark beherbergt über 1000 verschiede Tierarten von denen 150 nur hier vorkommen. Die Nationalparkverwaltung “Juego de Bolas” mit Besucherzentrum, Ausstellung und Botanischen Garten befindet sich in La Palmita Agulo.

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